Kopfweidenbestände am Almkanal sind auf zahlreichen historischen Darstellungen belegt. Die oft bizarren Formen der dicken Stämme entstanden durch das oftmalige Abschneiden der Weidenzweige, die vor allem als Flechtwerk für Körbe und Zäune, sowie zur "Ausfachung" der Wände zwischen den Holzbalken von Fachwerkhäusern sehr begehrt waren.
54 über 50 Jahre alte Kopfweiden stehen noch entlang des Almkanales in Lepoldskron und Gneis und bilden den größten zusammenhängenden Bestand im Land Salzburg. Nicht zuletzt wegen des Vorkommens zahlreicher seltener Käferarten in den knorrigen, teils vermoderten Stämmen ist die Erhaltung des alten Weidenbestandes ein besonderes Ziel des Naturschutzes. Sieben Käferarten haben in den Almweiden ihr einziges bekanntes Vorkommen im Land Salzburg. Der Uferstreifen von der Thumeggerstraße bis zur Stefan-Ludwig- Roth-Strasse wurde daher zum geschützten Landschaftsteil erklärt.
Die Stadtgemeinde Salzburg hat ein Pflegekonzept für die Bewahrung und die Wiederherstellung des kulturgeschichtlichen Erbes der Kopfweiden ausgearbeitet.
Der Weidenbestand soll in den nächsten Jahren schrittweise auf rund 400 Bäume vergrößert werden, wobei bestehendes Buschwerk ausgelichtet wird. Alle zwei bis drei Jahre werden die Weiden geschnitten, um die charakteristische Wuchsform zu erhalten.